Deutschkurse für Flüchtlinge erfolgreich angelaufen SchilF-Stiftung und Ortsgemeinde Urbar gemeinsam für Integration

Wer bezahlt Deutschkurse für Flüchtlinge? Bund/Land/Kommune?

Die Ortsgemeinde Urbar wollte nicht auf eine Einigung im Abstimmungsdschungel warten und hat es einfach gemacht:
Mit ehrenamtlicher Unterstützung durch fachkompetente Lehrerinnen und Lehrer gibt es in den Räumen der Ortsgemeinde unentgeltlich Deutschstunden für interessierte Flüchtlinge. Etwa zwanzig Menschen nehmen regelmäßig daran teil. Seit September letzten Jahres gibt es auch das passende Lehrmaterial dazu. Mit Unterstützung der SchilF – Stiftung für Chancengleichheit und individuelle leistungsgerechte Förderung konnten fünfzig Lern- und Arbeitshefte angeschafft werden. Auf unserem Foto sagen die Flüchtlinge „danke“ – erst auf arabisch, und nun auch auf deutsch. „Integration ist immer auch eine Frage der Bildung. Die neue Sprache zu erlernen ist ein wichtiges Ziel für die Menschen, die zu uns kommen. Wir sind dankbar, dass wir beides unterstützen dürfen: die Ausbildung der Flüchtlinge ebenso wie das beispielgebende ehrenamtliche Engagement der Lehrerinnen und Lehrer“, freut sich Katharina Raue, Vorsitzende der Stiftung. Und Ortsbürgermeisterin Karin Küsel-Ferber ergänzt: „Seit einem Jahr kommen die Menschen aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan in unsere Kurse im Gemeindebüro. Es beeindruckt mich, mit wie viel Willen sie eine für sie fremde Sprache und Schrift lernen wollen, aber ebenso beeindruckt mich, wie viele Menschen ehrenamtlich jede Woche zuverlässig kommen, um die deutsche Sprache und Kultur zu vermitteln. Die Hilfsbereitschaft ist beeindruckend!“ 

Auch Christian Ebeling, der inzwischen die Koordination der Flüchtlingsarbeit in der VG Vallendar übernommen hat, begrüßt die Zusammenarbeit:

„Das Ziel der Sprachkurse ist dabei nicht nur die wichtige Vermittlung sprachlicher Kompetenzen als Basis für Orientierung und Integration, wesentlich sind für uns der Aufbau persönlicher Beziehungen zu den Menschen, der Austausch und das gegenseitige Interesse. So werden die regelmüüigen Begegnungen über die Kurse hinaus zu einer großen Bereicherung für beide Seiten.“

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